Biographie

Biografie

Christian Heinrich Rinck ( 18.02.1770 – 07.08.1846 )

Christian Heinrich Rinck wurde am 18. Februar 1770 in Elgersburg bei Ilmenau (Thüringen) als Sohn einer Lehrerfamilie geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst von den Kirchenmusikern der Region, ab 1786 von Johann Christian Kittel in Erfurt, dem letzten Schüler Johann Sebastian Bachs.

1790 begann Rinck seine berufliche Laufbahn als Stadtorganist in Gießen. Im Jahr 1805 wurde er dort zum Universitätsmusikdirektor ernannt. Noch im selben Jahr siedelte er über in die Residenzstadt Darmstadt, wo er zunächst als Kantor und Organist an der Stadtkirche wirkte. Daneben war er Musiklehrer am groß-herzoglichen Pädagogium, Examinator der Lehramtskandidaten und Geiger in der Hofkapelle. 1813 wurde er Hoforganist an der Darmstädter Schlosskapelle.

Christian Heinrich Rinck galt schon früh als einer der besten Organisten seiner Zeit, wurde als Orgelsachverständiger konsultiert und unternahm mehrfach Konzertreisen. Die Universität Gießen verlieh ihm 1840 die Ehrendoktorwürde. Als er am 7. August 1846 in Darmstadt starb, fanden in ganz Deutschland, in Europa und sogar in den USA für ihn Trauerfeiern statt.

Als Zeitgenosse von Mozart, Beethoven und Schubert war Christian Heinrich Rinck ein fruchtbarer Komponist, der Elemente der barocken Polyphonie, der Klassik und der Frühromantik in seinem Personalstil vereinte. Unter seinen 129 mit Opuszahlen versehenen Werken überwiegen die Orgelwerke. Gerade mit der Orgelmusik und seinen Orgellehrwerken gilt Rinck als herausragende Persönlichkeit der Kirchenmusikgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Die übrigen Werke Rincks (Klavier-, Kammer- und Orchestermusik, Sologesang, geistliche und weltliche Chormusik bis hin zu einem Singspiel) werden in ihrer Qualität und Bedeutung erst nach und nach wiederentdeckt, veröffentlicht und aufgeführt. Die Menge seiner ungedruckten Werke ist noch nicht überschaubar. Hier gilt es, noch viele musikalische Schätze zu heben !

„Mit Gott !“ war Rincks Wahlspruch.

„Ich möchte lange noch als Diener einer heiteren Kunst dem Ernste des Lebens nach Kräften eine freundliche Kehrseite verschaffen“

(Ch. H. Rinck, Selbstbiographie, 1833)

Letzte Bearbeitung 7/2018